LORA diskutiert und spaltet sich
Es geht nicht vorwärts, eine Lizenz ist nicht in Aussicht. LORA besteht inzwischen aus der GmbH und einem Verein ("Verein zur Förderung von Hörer/innenbeteiligung und Meinungsvielfalt in lokalen Radioprogrammen e.V.").
Man diskutiert intensiv über die weitere Vorgehensweise und versucht, moralische und politische Unterstützung zu finden.
Im Lauf der Zeit gehen die Meinungen über die Ziele von LORA auseinander, besonders der Verein verliert das Ziel, einen eigenen Sender zu errichten, aus dem Auge. Er glaubt nicht mehr daran, dass LORA eine eigene Lizenz erhalten wird. Er konzentriert sich auf das Anbieten von Seminaren zur Ausbildung potentieller Radiomacher. Diese könnten dann auf andere Weise Radioprogramme gestalten. Womöglich in einer Art "Bürgerradio-Fenster", wie es das heute in manchen Bundesländern gibt, oder über das Medium Tonband/Cassette.
Die GmbH (in dieser Zeit ein Ein- bis Drei-Mann-Betrieb) hält jedoch am Ziel einer eigenen Lizenz fest. Kontakte zu politischen Meinungsbildnern werden ausgebaut.
Verein und GmbH trennen sich im Juli 1990.
Letzte Aktualisierung: 11.10.2009 13:25
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